Ratgeber · Konditionen
Tilgung und Zinsbindung: die zwei Hebel für Ihre Rate
Zwei Prozentzahlen entscheiden, wie lange und wie teuer Ihre Finanzierung wird. Hier verstehen Sie ihr Zusammenspiel.
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Zinsbindung und Tilgung wirken zusammen auf Ihre monatliche Rate, die Laufzeit und die Gesamtkosten. Wer beide Stellschrauben versteht, kann seine Finanzierung gezielt steuern.
Zinsbindung: wie lange der Zins gilt
Die Zinsbindung (Sollzinsbindung) ist der Zeitraum, in dem Ihr Zinssatz garantiert nicht steigt. Nach Ablauf wird die Restschuld neu verhandelt: die Anschlussfinanzierung. Lange Bindungen geben Planungssicherheit, kurze sind etwas günstiger, bergen aber Zinsänderungsrisiko.
Tilgung: wie schnell Sie schuldenfrei sind
Die anfängliche Tilgung ist der Prozentsatz der Darlehenssumme, den Sie im ersten Jahr zurückzahlen. Bei einem Annuitätendarlehen bleibt die Rate konstant; mit sinkender Restschuld sinkt der Zinsanteil und der Tilgungsanteil steigt.
Beispiel: 300.000 € zu 3,5 % Zins. Mit 2 % Tilgung dauert die Rückzahlung rund 30 Jahre, mit 3 % nur etwa 23 Jahre, bei spürbar geringeren Gesamtzinsen.
Sondertilgungen nicht vergessen
Vereinbaren Sie ein Sondertilgungsrecht (oft bis 5 % pro Jahr kostenlos). So können Sie Boni oder Erbschaften flexibel einsetzen, ohne den Vertrag zu ändern.
Passend dazu
Häufige Fragen: Tilgung Zinsbindung
In der Regel mindestens 2 %, besser 3 % anfängliche Tilgung. So sind Sie meist innerhalb der ersten Zinsbindung deutlich entschuldet und reduzieren das Zinsänderungsrisiko.
Viele Banken erlauben kostenlose Tilgungssatzwechsel während der Laufzeit. Vereinbaren Sie diese Option direkt im Vertrag, falls sich Ihr Einkommen ändern könnte.
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